Die junge Nymphe Klytie, die Apollo liebte, wurde von ihm für die Sterbliche Leukothe zurückgewiesen. Von Eifersucht getrieben, tat sie alles, um ihre Liebe zu verhindern, bis hin dazu, Leukothe von ihrem Vater lebendig begraben zu lassen. Klytie gab sich jedoch nie damit ab und saß Tag und Nacht auf einem Feld und blickte sehnsüchtig zu ihrem Geliebten. Apollo, der Mitleid mit ihr hatte, verwandelte sie in eine Sonnenblume.
Datum: 1838
Material: Marmor
Auftraggeber: Graf Francesco Miniscalchi Erizzo
Standort: Stiftung Museum Miniscalchi-Erizzo (Verona)
Die Marmorstatue, die Graf Francesco Miniscalchi Erizzo 1838 bei Innocenzo Fraccaroli in Auftrag gab, zeigt Klytie, die Nymphe, die vom Sonnengott geliebt und dann für die schöne Leukothe verlassen wurde. Der griechischen Mythologie zufolge enthüllte Klytie, eifersüchtig auf diesen Verrat und voller Wut auf ihre Rivalin, die Liebe zwischen den beiden dem Vater des jungen Mädchens, woraufhin dieser seine Tochter tötete. Die Sonne kehrte jedoch nie zu Klytie zurück, die fortan dem göttlichen Wagen am Himmel folgte. Bewegt vom Kummer der Nymphe, verwandelte die Sonne sie in eine Sonnenblume, die unermüdlich dem Lauf der Sterne folgt.
Die Nachahmung der Natur, das Studium der Antike und das Streben nach Harmonie und Ausgewogenheit waren zentrale Konzepte in Fraccarolis Schaffen. Daher folgt die Statue den neoklassizistischen Prinzipien Antonio Canovas (1757–1822).
Seit ihrer ersten Ausstellung in der Brera-Akademie im Jahr 1838 erntete die Skulptur breite Anerkennung. Zu den bedeutendsten Würdigungen zählten die des Dichters Aleardo Aleardi und des Journalisten Gian Jacopo Pezzi.